
Tauchen gehört zu den beliebtesten Trendsportarten der beiden vergangenen Jahrzehnte und hat weltweit zahllose neue Anhänger gewonnen. Der Reiz am Tauchen liegt nicht nur an der Zuneigung der Tauchfreunde zum Meer oder zu anderen Gewässern, sondern am Teilhaben an einer Dimension, an einer Lebenswelt, die Menschen normalerweise nicht kennen lernen. Sich im Wasser in 40m Tiefe und mehr unterhalb des Meeresspiegels aufzuhalten und für ein paar Stunden als gleichberechtigter Teilnehmer an der Fauna und der Flora der Unterwasserwelt teilzunehmen übt eine unbeschreibliche Faszination aus. Taucher nehmen an einer Lebenswelt teil, die eigentlich für Menschen nicht geschaffen ist. Sie lernen, sich waagerecht in einem Zustand des Schwebens und Gleitens, der beinahe vergleichbar ist mit der Schwerelosigkeit, aufzuhalten und fortzubewegen. Sie atmen in einem Raum, in dem es keine Luft mehr gibt und wissen, dass die Nase nicht mehr zum Atmen dient, sondern nur noch der Mund. Unter Wasser mit ganz anderen Druckverhältnissen fertig zu werden als an der Erdoberfläche gehört ebenfalls zu den faszinierenden Erfahrungen eines Tauchers. Dazu gehört viel Wissen über den eigenen Körpers und eine Beherrschung bestimmter Atem- und Druckausgleichstechniken. In der Meerestiefe läuft das Leben nahezu geräuschlos ab. Wer daran teilnimmt, beobachtet mit Staunen, dass in der Fischwelt ganz andere Regeln des Zusammenlebens herrschen. Diese Welt aus nächster Nähe hautnah mitzuerleben und für einen begrenzten Zeitraum dazuzugehören, ist eine einmalige Lebenserfahrung, von der jeder Taucher ein Leben lang profitiert.